CORRESPONDESSE

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This article was written on 06 Mar 2010, and is filled under Diary.

Das mit dem Talent

Ich habe eine Verpflichtung gegenüber meinen Talenten.

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“So kann es auch nicht die Aufgabe des Schriftstellers sein, den Schmerz zu leugnen, seine Spuren zu verwischen, über ihn hinwegzutäuschen. Er muß ihn – im Gegenteil – wahrhaben und noch einmal, damit wir sehen können, wahrmachen. Denn wir wollen alle sehend werden. Und jener geheime Schmerz macht uns erst für die Erfahrung empfindlich und insbesondere für die der Wahrheit. Wir sagen sehr einfach und richtig, wenn wir in diesen Zustand kommen, den hellen Wehen, in denen der Schmerz fruchtbar wird: „Mir sind die Augen aufgegangen“. Wir sagen das nicht, weil wir eine Sache oder einen Vorfall äußerlich wahrgenommen haben, sondern weil wir begreifen, was wir doch nicht sehen können. Und das sollte die Kunst zuwegebringen: daß uns in diesem Sinn die Augen aufgehen.”

Ja, so ist das richtig – in der Theorie, und nicht nur bezogen auf Schmerz. Ich verurteile die abendländische Auffassung, alles wirkich Bedeutsame könne nur in Schmerz und Leid erlebt, ausgedrückt werden und letztendlich valide erscheinen. Der emotionale AHA-Effekt ist ebenso stark in Momenten des Glücks, der absoluten Erfüllung. Nur ist diese viel schwerer zu teilen, mitzuteilen. Sei es aus dem Neid, der von diesen Momenten in Anderen hervorgerufen wird oder aus der schieren Unmöglichkeit, derartige Momente nicht kitschig und oberflächlich sprachlich wieder zu geben. Eine große Hilfe hierbei ist es, allgemein gelernte Bilder zu nutzen, Filme enstehen zu lassen und somit Parabeln zu schaffen um Emotionen zu transportieren.



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