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This article was written on 03 Dec 2010, and is filled under Found.

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„Richtig schenken“ oder “Nie wieder heulen weil nix unterm Baum ist”

Jeder bekommt gerne Geschenke. Punkt.

Und alle, die das Gegenteil behaupten, sind dreckige Lügner oder meine besonders geliebten Pseudo Altruisten, die ihr geringes Selbstwertgefühl darin ausdrücken, sich als nicht beschenkenswert und über-bescheiden darzustellen.  Die sagen: „Nein, nein, ich will ja gar nichts“, und gehen dann an Heiligabend aufs Klo um zu heulen weil nichts für sie unter dem Baum lag. Wer jetzt empört den Kopf schüttelt und „Falsch!“ schreit, der sollte erst mal  lesen, was ich zu dem Thema zu sagen habe und darf dann gerne danach seinen Senf in Form eines Kommentars dazugeben.

Hier sind mal ein paar Grundregeln fürs Schenken. Lesen, dann klappts auch mit dem Weihnachtsbaum und Keiner muss aufs Klo rennen zum heulen.

  1. Der Gedanke zählt! Grundsätzlich kommt es darauf an, was sich der Schenker denkt, wenn er in einen Laden geht, um ein Geschenk zu kaufen, eines zu basteln oder sich sonst irgendwas auszudenken. Folgendes sollte dabei beachtet werden: Wenn man jemanden gut kennt, kennt man auch seine Hobbies, Vorlieben und sexuellen Neigungen. Sich danach zu richten, was der andere toll findet ist schon mal ein wichtiger Anfang, DENN beim schenken geht’s nicht darum, was man selbst toll findet. Wer Eigenschaften wie „Empathie“ oder „Emotionale Intelligenz“ nicht zu seinen starken Seiten zählt und sich nun fragt, was der zu Beschenkende toll finden könnte, der darf auch nachfragen. Es gibt tatsächlich noch Menschen wie mich, die sich ganz explizit Dinge wünschen. Kreativität ist super (und ja, braucht am meisten Zeit und deswegen ist sie ja auch super).
  2. Schenke ohne zurückbeschenkt werden zu wollen! Genau wie auch in anderen Bereichen im Leben funktioniert das „Wie du mir, so ich dir-Prinzip“ meist eher schlecht bis beschissen. Wenn man jemandem etwas Gutes tun will, dann sollte man das tun weil man sich freut, diesem Menschen Freude zu bereiten. Schenken ist demnach also ein egoistischer Akt und hat wenig mit Altruismus zu tun. (Wer hier ein wenig Unterstützung braucht, dieses Prinzip zu verstehen, dem lege ich nahe, sich zu Weihnachten „The Fountainhead“ von Ayn Rand zu wünschen.)
  3. Schenke nur, wenn du es wirklich willst! Worte wie MÜSSEN und PFLICHT haben beim Akt des Schenkens nichts zu suchen. Schlechtes-Gewissen-Geschenke sind eigentlich nicht so super, weil sie keinem der Involvierten Spaß machen. „Eigentlich“ sage ich, weil es manchmal unumgänglich ist, der Tante eine Flasche Wein mitzubringen oder der Kollegin einen blöden Schoko-Nikolaus auf den Tisch zu stellen. Das sind taktisch wichtige Züge, mit denen man sich sein Leben um vieles leichter gestalten kann. Ist vielleicht nicht ganz ehrlich, allerdings finde ich nicht, dass man sich dabei einen Zacken aus der Krone bricht denn es tut ja auch keinem weh. Merke: Wenn man jemandem mal nichts schenkt, ist das auch nicht schlimm. Das ist so wie mit der Zeit, die man mit einem Menschen verbringt: das sollte man ja auch wollen und nicht müssen.
  4. Verpacke es schön! Wenn man Punkt 1 ernst nimmt, wird klar, dass man in so ein „richtiges“ Geschenk schon ein wenig Hirn-Schmalz und oft auch weite Wege oder große Mühen auf sich nimmt, um das Gewünschte rechtzeitig zu produzieren. Dann kann man sich auch Mühe geben, das Geschenk in bestmöglicher Form abzuliefern. Denn es zeigt, dass man sich Mühe gibt, dass man etwas wertschätzt und sich dafür auch Zeit genommen hat. (Und das lässt sich eins zu eins auf die Gefühle, die man für die beschenkte Person hegt, umlegen) Ich mache das dieses Jahr mit dem wunderschönen bunten Papier von DASUNO, bei Huber & Lerner in Wien erhältlich, aber ich bin da auch wirklich ziemlich perfektionistisch veranlagt.
  5. Freut euch! Hallo, wir werden beschenkt und dürfen beschenken! Das bedeutet, dass es da draußen Menschen gibt, die man gern hat und auch welche, die einen gern haben. Das ist doch schon mal was. Außerem bedeutet es, dass wir Geld, Zeit oder beides haben um uns überhaupt über so ein Luxus-Produkt wie ein Geschenk den Kopf zu zerbrechen. DAS IST DOCH TOLL!

Und weil ich grad gedanklich voll im Geschenk-Taumel bin, gibts jetzt hier für die Problemfälle von euch noch ein Paar inspirierende Ideen:

Selbermachen:

- Mixtapes bzw. Mixdiscs (Discs klingt leider nicht gut). Geht natürlich nur, wenn ihr gute Musik habt.

- Fotos: Fotos sind toll. Man kann Bücher draus machen, oder sie bei einem guten Fotostudio ausbelichten lassen, zum Beispiel auf Aluminium aufziehen lassen.

- Zeit: ganz viele Menschen haben wenig Zeit füreinander und hätten gern mehr davon. Deswegen kann man denen etwas davon Schenken, zum Beispiel in Form von Flugtickets für ein gemeinsames Wochenende in Paris, Rom oder, wenn ihr dicke Geldbeutel habt, New York.

Kaufen:

Damit fang ich jetzt gar nicht an denn das würde den Rahmen sprengen.

Ach ja, FROHES FEST!

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